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[Running] Details about the activity on 04/03/09 at 22:00 o'clock frankn of 111.21 km

Start time 04/03/09 - 22:00:00 max. km/h -
Distance 111.21 km Ø km/h 9.268
Sports hours 12:00:00 Ø min/km 6:28
Motivation Event or competition
Event 12-Stunden-Lauf Waldhessen
Age group M45
Ranking age/total   2/5
max. Heart rate -
Training intensity Endurance 1 Ø Heart rate -
Training method - Calorie consumption8000
Discipline Ultra marathon Meters in altitude ▲ 200.0
Surface Asphalt Meters in altitude ▼ 200.0
Feeling Good
route Schloßpark Rotenburg a.d. Fulda
Source Manual (Web)

Tags


Notes

Nach einer Woche ohne Training wegen einer Verletzung (oder eher der Angst davor...) bin ich am Freitag Abend um 22:00 im Rotenburger Schloßpark in den Wettkampf gestartet. Gemeinsam mit Iris wollte ich die Nacht hindurch bis Samstag 10:00 ununterbrochen laufen. Wunschziel war eine Verbesserung meiner PB von bis dahin 108km. Nach dem Startsignal bin ich dann locker losgelaufen und habe versucht möglichst ohne Krafteinsatz zu laufen. Geplant für eine der 1,145 km langen Runden war eine Zeit von 6:40 Minuten, also ein Schnitt von 5:50/km. Ich habe mich vom Start weg in der Führungsgruppe einsortiert und mich vom Tempo her wohl gefühlt. Am Ende der Runde musste ich aber feststellen, dass wir 6:05 Minuten/Runde liefen. Viel zu schnell. Ich ließ mich bis ans Ende der fünfköpfigen Gruppe zurückfallen und versuchte Tempo herauszunehmen. Gemeinsam mit einem anderen Teilnehmer trennten wir uns schließlich nach 4 Runden von der Spitze ab und liefen ab da konstant Rundenzeiten um die 6:30. Es war zwar etwas schneller als geplant, aber ich konnte auffallend locker laufen und fühlte mich überhaupt nicht belastet. Gegen 1:15 wurde es schlagartig dunkel auf der Strecke, als die Stadt die Straßenbeleuchtung abschaltete. Lediglich der Start/Zielbereich wurde vom THW mit großem Aufwand beleuchtet. Spätestens jetzt war es dringend zu empfehlen mit einer Stirnlampe zu laufen. Ich konnte mein Anfangstempo immer noch problemlos halten, bin auch nach 35km (und auch nicht später) auf die "Wand" gestoßen. Der erste Marathon war nach 3:58h absolviert und ich war mit der Situation bis jetzt hochzufrieden. Die 50km erreichte ich nach 4:45h, nur 6 Minuten über meiner Bestzeit. Nach der 50km Marke stellte ich meinen Laufrhythmus etwas um und bin ab dann an der Verpflegungsstelle ein paar Schritte gegangen. Meine Rundenzeit pendelte sich in der Folge bei etwa 7:15 ein. Aber mittlerweile kamen Muskelschmerzen in den Oberschenkeln auf, Anfangs noch zu ignorieren, aber stetig zunehmend. Die Gehpausen wurden länger. Mit einer Schmerztablette ließ sich die Situation etwas verbessern und ich konnte wieder zu den gewohnten Rundenzeiten zurückkehren. Zwischendurch lief ich immer wieder mal Rundenzeiten um die 6:30, doch die Gesamttendenz war eher fallend. Um 4:30 wurde das Licht wieder angeschaltet und bald darauf wurden auch die Vögel im Park munter. Aber bis zum Sonnenaufgang sollte es noch zwei Stunden dauern. Ich lag bis zu diesem Zeitpunkt zwischen dem 4. und 6. Rang, der dritte, der zeitweise zwei Runden vor mir lag, jetzt nur noch 1 Runde vor mir. Vom Tempo her war ich immer noch deutlich schneller als der dritte, aber aufgrund der Schmerzen konnte ich dieses Tempo nicht über mehrere Runden, geschweige denn Stunden, halten. So lieferte ich mir mit dem dritten über Stunden hinweg ein Kopf an Kopf Rennen, bei dem mal er und mal ich vorne lagen. So erreichte ich die 100km in 10:31h und konnte meine bisherige Bestzeit um mehr als eine halbe Stunde verbessern. Jetzt war mein Ziel, mehr als 108 km zu laufen in greifbarer Nähe. 90 Minuten Zeit für mehr als 8km, das sollte zu schaffen sein. Die aus dieser Erkenntnis folgende Entspannung ließ meine Rundenzeiten rapide fallen. Der dritte der Wertung nutze die Gelegenheit und konnte mich in dieser Endphase noch zwei mal überrunden. Aber die Platzierung war mir egal, wichtig war nur die erreichte Strecke. Vor der letzten Runde bekam jeder Läufer ein kleines Fähnchen mit dem die zurückgelegten Meter der letzten Runde markiert werden sollten. Nach einem Endspurt über die letzten 500m, bei dem wir noch unter großem Beifall die bereits zum Start aufgestellten 6-Stunden-Läufer passierten, konnte ich
beim Schlusssignal mein Fähnchen nach 111,212km in den Boden rammen.

Route description

Waldhessenlauf in Rotenburg an der Fulda. Rundkurs über 1,145km durch den Schloßpark und entlang der Fulda. Angeboten werden 100km, 12h und 6h. Start für 100km und 12h am Freitag um 22:00, Start des 6h-Laufes am Samstag um 10:00. Strecke durchgehend befestigt, zumeist asphaltiert, teilweise Kopfsteinpflaster. Sehr gute, familiäre Organisation mit viel Engagement.
Direct link http://sportics.net/activity/23196
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Quality of documentation very good

Linkage
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frank . 04/08/09 - 08:09:07 

Ich wünsche dir vor allem eine gute Erholung nach den 12 Stunden. Wahnsinnsleistung. Zum Nachahmen sollte man aber erst seinen Arzt oder seinen Körper fragen ;)

frankn . 04/06/09 - 12:37:32 

Vielen Dank für die Glückwünsche!
Die Regeneration schreitet zügig voran (ich kann schon wieder freihändig Treppen runtergehen) und das Training kann bald wieder weitergehen.
Jetzt ist der Weg frei für den (ersten) Saisonhöhepunkt: 24h in Steenbergen/NL in 5 Wochen.

bernann . 04/05/09 - 21:56:37 

Genau das habe ich auch gerade gedacht: Noch so ein Verrückter.
Auch Du hast meinen Respekt.
Herzlichen Glückwunsch.

Bernhard

oliver . 04/05/09 - 19:56:11 

Hallo Frank,
verrückt.... Hut ab und herzlichen Glückwunsch
Oliver



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