[Running] Details about the activity on 09/19/09 at 09:00 o'clock frankn of 160.93 km
| Start time | 09/19/09 - 09:00:00 | max. km/h | - | |||||||||
| Distance | 160.93 km | Ø km/h | 8.514 | |||||||||
| Sports hours | 18:54:06 | Ø min/km | 7:03 | |||||||||
| Motivation | Event or competition
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max. Heart rate | 194 | |||||||||
| Training intensity | Endurance 1 | Ø Heart rate | 139 | |||||||||
| Training method | - | Calorie consumption | 11786 | |||||||||
| Discipline | Ultra marathon | Meters in altitude ▲ | 1,000.0 | |||||||||
| Surface | Mixed | Meters in altitude ▼ | 1,000.0 | |||||||||
| Feeling | Very good | |||||||||||
| route | Insel Mors, Dänemark | |||||||||||
| Source | Manual (Web) | |||||||||||
Tags |
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Notes |
Ich glaube jeder Läufer kennt die Situation: Man hat sich monatelang auf einen Wettkampf vorbereitet und dann kommt der große Tag und irgend etwas passt nicht. Man hat sich in dem letzten Tagen eine Erkältung zugezogen, die Achillessehne zwickt, Magenschmerzen, schlecht geschlafen, nicht in Form, schlechtes Wetter - was auch immer. Die Wahrscheinlichkeit, dass all dies NICHT eintritt ist erschreckend gering. Ich hatte das seltene Glück einen perfekten Tag zu erwischen! Bereits am Donnerstag habe ich mich auf die knapp 1000km lange Anreise gemacht um am 100 Meilen Lauf um die Insel Mors teilzunehmen. Ich war gesund, gut in Form, die Wettervorhersage versprach einen sonnigen, regenfreien Tag und eine kühle Nacht bei geringem Wind. So ging es am Samstag gegen 9:00 an den Start dieses perfekt organisierten Laufevents. Von den 40 gemeldeten, und 33 angetretenen Startern sollten jedoch nur 21 das Ziel erreichen. Gleich nach dem Start zogen die drei ungarischen Profiläufer, die gelockt vom relativ hohen Preisgeld, und unterstützt vom eigenem Betreuerstab mit mehreren Autos und Radbegleiter, davon und machten ihr eigenes Rennen in einer völlig anderen Liga. Lediglich zwei dänische Top-Läufer konnten ihnen folgen. Ich hielt mich am Anfang in der Mitte des Feldes und konzentrierte mich darauf mein eigenes Rennen zu laufen. Mit einem Tempo von 5:45-5:55 lag ich genau im geplanten Rahmen. Andere Läufer zogen das Tempo an, aber ich ließ mich nicht mitreißen. Bereits nach 10km war das Feld weit auseinander gerissen und Gruppen, die sich anfangs noch gebildet hatten fielen zusehends auseinander. Bei km20 zog ich dann das Tempo etwas an und lief mit etwa 5:30. Bis km 35 hatte ich das Tempo auf 5:10 angezogen und merkte ganz sachte meine Belastungsgrenze. Ich nahm etwas Tempo heraus und lief die nächsten 10km mit etwa 5:55. Ich war mit der Einteilung der ersten km sehr zufrieden, alles lief rund. Bei km45 begannen die Hügel. Wer, wie ich, geglaubt hatte, dass Dänemark eher flach ist wurde hier eines besseren belehrt. Die Insel Mors ragt zwar nur 89m aus dem Limfjord, aber Hügel in dieser Größenordnung gab es hier in rauen Mengen. Konsequent stellte ich den Laufstil um: Bergauf gehen um Kraft zu sparen, bergab laufen mit einem Tempo bis 4:30. Ich hatte mittlerweile etliche Läufer überholt, die am Anfang zu schnell gestartet waren und war bis auf Platz 8 vorgedrungen. Zwischen km60 und km75 folgten sehr profilierte Abschnitte, teils auf Gras- und Schotterwegen, teils als Single-Trails durch den Wald. Bei km75 überholte ich den vor mir liegenden Läufer, der gerade in einer Krise steckte und kam auf Platz 6. Doch wir sollten diesen Platz auf den nächsten 50km noch zweimal tauschen, bevor ich mich bei km125 endgültig von ihm lösen konnte. Nach 11:14h erreichte ich die 100km Marke und fühlte mich noch relativ gut und vor allem schmerzfrei. Jetzt wurde es auch dunkel und ich musste mit Stirnlampe die letzten 61km durch die Nacht laufen. Es war absolut dunkel, keine Straßenlaternen, kein Streulicht von Häusern oder Orten, kein Mond - nur unendlich viele Sterne. Schön anzusehen, aber leider ohne praktischen Nutzen hinsichtlich der Beleuchtung. Um 23:00, nach 14 Stunden auf der Strecke, erreichte ich km120 und dort am Verpflegungsstand meine letzte Drop-Bag mit Jacke, Handschuhen, langer Hose. Jetzt würde es auch noch bitterkalt werden. Die erwarteten Temperaturen lagen bei 4-6°C. Ich trug jetzt 5 Lagen Kleidung (vom Unterhemd bis zur Warnweste), zwei Lauftights (kurz und lang) und Handschuhe. Trotzdem sollte ich in dieser Nacht noch frieren. Bei km125 sah ich meinen Verfolger auf einer langen Gerade hinter mir kommen. Jetzt musste eine Entscheidung fallen: Sich ins Ziel schleppen und 1-2 Plätze verlieren oder alle Kräfte mobilisieren und bis zum Schluss kämpfen. Ich entschied mich für die zweite Alternative... Der Abschnitt zwischen km125 und km130 sollte der schnellste des gesamten Rennens werden: 25Minuten, obwohl ich nach wie vor die Steigungen gegangen bin. Aber das Tempo bergab lag im Bereich um 4:30. Auch auf den nächsten 5km-Abschnitten konnte ich mit Zeiten zwischen 32 und 36 Minuten gute Zeiten erreichen. Insgesamt habe ich über die letzten 41km etwa 4:50h benötigt - bei einer Vorleistung von 120km... Nach 18:54:06h erreichte ich kurz vor 4:00 das Ziel als sechster der Gesamtwertung. Meinem Verfolger hatte ich auf den letzten 35km fast eine Stunde abgenommen. Am nächsten Tag folgte die Siegerehrung und ich konnte das erste Preisgeld meines Läuferlebens entgegennehmen. P.S. Sieger war ein Ungar, der in unglaublichen 13:28h das Ziel erreichte. Die Plätze 2-5 lagen innerhalb von 35 Minuten im Bereich von 15h. |
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Route description |
Siehe www.100miles.dk |
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| Direct link | http://sportics.net/activity/52162 | |||||||||||
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| Quality of documentation | excellent | |||||||||||
| Linkage | ||||||||||||
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